DER EINSTIEG INS BIKEPACKING

Bikepacking ist keine komplizierte Sache. Ähnlich wie sich Heinz Helfgen im September 1951 mit nur 3,80 DM in der Tasche auf sein Rad setzte und zu einer Weltreise aufmachte, kann man ohne große Vorbereitung zum Bikepacking starten. Spannende Ziele gibt es genug: Die Burgruine vor der Stadt, der nächstgelegene Natur-Campingplatz oder ein Stausee im weiteren Umfeld sind ideale Anlaufstellen. Die Ausrüstung für den ersten Overnighter kann man im Notfall vollständig aus dem eigenen Haushalt zusammenstellen (mehr dazu unter Packliste). So wird es vielleicht ein bisschen schwerer und voluminöser, doch das schmälert den Bikepacking-Spaß bei der Premiere kaum. Wer öfter mit reduziertem Gepäck auf Tour geht, verfeinert ganz automatisch seine Packliste, sortiert überflüssige Ausrüstung aus und ersetzt ungeeignetes Equipment.

Einerseits sind einige Bikepacker sicherlich auch das, was gemeinhin „Ausrüstungsfreaks“ genannt wird. Das liegt ein wenig in der Natur der Sache, wer einen kleinen Stauraum hat, der packt besonnen und wägt und wiegt jedes Teil genau ab.

Andererseits haben Bikepacker auch eine große Freude daran, sich außerhalb der Komfortzone zu bewegen: Die Wege sind oft schlecht, die Distanzen bisweilen sehr groß und die Anforderungen bei self-support Races so vielfältig, dass man fast zwangsläufig über die eigenen Grenzen hinausgehen muss. Bikepacking abseits von Rennen kann die gleiche Handschrift tragen. Dazu kommt oft das Überraschungsmoment: Wetterumschwünge, Gemütsschwankungen oder Hungerast sind nur einige der Überraschungen, die einem unterwegs begegnen können. In der US-Szene wird diesem Aspekt mit der Empfehlung „be prepared for the unprepared“ begegnet, also dem lustvollen Umgang mit dem Umstand, dass es immer anders kommt, als man denkt. Dennoch – oder gerade deshalb – hier einige Tipps zur Vorbereitung.

Der Dreck geht ab. Das Grinsen bleibt.

Der Dreck geht ab. Das Grinsen bleibt.